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Berufsunfähigkeit

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung handelt es sich um eine Versicherung aus dem privaten Bereich, welche das Risiko der Berufsunfähigkeit bzw. damit eingeschlossen auch das Risiko der Erwerbsunfähigkeit absichert, was die finanziellen Folgen betrifft. Berufsunfähig ist man immer dann, wenn man seiner bisherigen Tätigkeit aus Krankheitsgründen nicht mehr nachgehen kann. Von einer vollständigen Berufsunfähigkeit wir dann gesprochen, wenn keine vier Stunden am Tag mehr die bisherige Arbeit verrichtet werden kann. Kern der Leistung der Berufsunfähigkeitsversicherung, oftmals auch kurz als BUZ oder als BU Versicherung bezeichnet, ist die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente im Falle des Eintritts einer dauerhaften Berufsunfähigkeit. Die Berufsunfähigkeit ist grundsätzlich von der Erwerbsunfähigkeit zu unterscheiden. Diese setzt nämlich voraus, dass man nicht mehr nur in seinem bislang ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten kann, sondern überhaupt keine Tätigkeit mehr ausführen kann, auch keine leichteren Tätigkeiten. Da hier ein großer Unterschied zwischen beiden Arten besteht, muss auch bei einem Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich, den man ohnehin aufgrund der teilweise deutlich unterschiedlichen Konditionen der Anbieter durchführen sollte, unbedingt darauf geachtet werden, dass der Versicherer auf das abstrakte Weisungsrecht verzichtet. Denn nur in dem Fall schließt man wirklich eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab und keine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Die Beiträge zur Versicherung richten sich vor allem nach der Höhe der gewählten BUZ-Rente, aber natürlich auch nach dem Eintrittsalter des jeweiligen Versicherten. Wählt ein 30-jähriger Mann beispielsweise einen Schutz in Form einer Berufsunfähigkeitsrente von monatlich 1.000 Euro, so würden hier je nach Anbieter zwischen 50 und 120 Euro im Monat an Versicherungsprämie anfallen. Somit ist hier bereits zu erkennen, das es sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sicherlich um keine preiswerte Versicherung handelt, die aber nichts desto trotz sehr wichtig ist.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung als sinnvolle Absicherung



Zu den wichtigen Versicherungen zählt inzwischen im privaten Bereich auf jeden Fall die Berufsunfähigkeitsversicherung. Neben der Privathaftpflicht- und der Hausratversicherung nimmt diese Versicherung inzwischen den dritten Platz der wichtigsten privaten Versicherungen ein. Gerade in den letzten Jahren hat die Berufsunfähigkeitsversicherung enorm an Bedeutung gewonnen, und zwar vor allem aus zwei Gründen. Zum einen werden die Bürger in Deutschland statistisch immer öfter auch im Alter von unter 60 Jahren berufsunfähig, das Risiko steigt also. Zum anderen erhält man seitens der gesetzlichen Absicherung in Form der Erwerbsunfähigkeitsrente nur einen Bruchteil vom zuvor erzielten Einkommen, sodass man sicherlich alleine mit der Erwerbsunfähigkeitsrente seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann demnach in nicht wenigen Fällen ein Grundstein der Existenzsicherung sein, falls der „Schadensfall“ Berufsunfähigkeit einmal eintreten sollte. Wichtig sind beim Abschluss einer solchen Versicherung zwei Dinge: Zunächst muss man darauf achten, dass die gewählte BUZ-Rente auch angemessen ist, denn immerhin sollte diese Rente von der Höhe her den Wegfall des Einkommens kompensieren können. Darüber hinaus ist unbedingt zu beachten, dass die Versicherungsgesellschaft im Rahmen der BUZ (Berufsunfähigkeitszusatzversicherung) auf das abstrakte Weisungsrecht verzichtet. Wird nämlich nicht aus dieses Recht verzichtet, dann wird aus der Berufsunfähigkeitsversicherung faktisch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Die Berufsunfähigkeit als Existenz gefährdendes Risiko



Zweifelsohne ist die Berufsunfähigkeit inzwischen mit das größte finanzielle Risiko, welches die Bürger zu tragen haben, sieht man einmal von einmaligen größeren Schäden wie zum Beispiel einem Haftpflichtschaden oder einem Wohnungsbrand ab. Eine Arbeit und damit ein Einkommen zu haben ist für die meisten Menschen heute die Grundlage der finanziellen Existenzsicherung. Eine Berufsunfähigkeit würde demnach dazu führen, dass diese Existenzgrundlage verloren geht und man ohne private Absicherung definitiv auf Sozialhilfe bzw. Hartz4 angewiesen ist, wenn keine sonstigen Vermögenswerte vorhanden sind. Nun gibt es sicherlich immernoch viele Personen die meinen, dass man mit etwas Vorsicht und einem einigermaßen gesunden Lebensstil das Risiko der Berufsunfähigkeit minimieren könnte. Tatsächlich gibt es jedoch genügend Risiken, die man auch mit noch so großer Vorsicht einfach nicht vermeiden kann. Dazu zählen beispielsweise mögliche Verkehrsunfälle, Unfälle im privaten Bereich oder auch schwere Krankheiten wie Krebs oder Ähnliches, die letztendlich allesamt zur Berufsunfähigkeit führen können. Auch der steigendes Stress im Beruf und die Dauerbelastung führen vermehrt zu einer Berufsunfähigkeit. Schon lange sind nicht mehr nur schwer körperlich arbeitende Personen von der Berufsunfähigkeit betroffen, sonder immer mehr mit körperlich „leichten“ Jobs wie der Bürotätigkeit erleiden ebenfalls eine Berufsunfähigkeit. Wirklich schützen, in finanzieller Hinsicht, kann man sich ausschließlich mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähig sein als neue Volkskrankheit



Schaut man sich die aktuellen Zahlen und Statistiken bezüglich einer möglichen Berufsunfähigkeit an, kann man sich mitunter regelrecht erschrecken. Sowohl die absoluten Zahlen an Bürgern, welche eine Berufsunfähigkeit erleiden wird immer größer, als auch das Alter der Betroffenen, die im Grunde immer früher bereits unter der Berufsunfähigkeit leiden. Stand 2010 ist es zum Beispiel so, dass ein heute 20-jähriger Mann mit einer Wahrscheinlichkeit von über 40 Prozent (!) bis zum Rentenalter mit 65 Jahren zuvor berufsunfähig werden wird. Das bedeutet also, fast jeder Zweite in Deutschland wird vor dem Erreichen des Rentenalters zuvor bereits von Berufsunfähigkeit betroffen sein. Ein solch hohes Risiko findet man als Verbraucher im Grunde in keinem anderen Versicherungsbereich vor, sodass eine Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar geworden ist. Weder ein Haftpflichtschaden tritt mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent ein, noch besteht für einen Wohnungsbrand oder die Zerstörung eines Gebäudes ein solch hohes Risiko. Diese hohe Zahl von Berufsunfähigkeiten führt natürlich auch dazu, dass diese Versicherungen immer teurer werden. Zudem können sich inzwischen bei weitem gar nicht mehr alle Personen gegen Berufsunfähigkeit absichern die es gerne möchten, denn auch die Aufnahmekriterien der Versicherer werden immer strenger. Aufgrund der genannten Zahlen und Fakten kann das berufsunfähig sein also durchaus etwas abgeleitet als neue Volkskrankheit bezeichnet werden.
 

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