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Die Berufsunfähigkeitsversicherung als sinnvolle Absicherung
Zu den wichtigen Versicherungen zählt inzwischen im privaten Bereich auf jeden Fall die Berufsunfähigkeitsversicherung. Neben der Privathaftpflicht- und der Hausratversicherung nimmt diese Versicherung inzwischen den dritten Platz der wichtigsten privaten Versicherungen ein. Gerade in den letzten Jahren hat die Berufsunfähigkeitsversicherung enorm an Bedeutung gewonnen, und zwar vor allem aus zwei Gründen. Zum einen werden die Bürger in Deutschland statistisch immer öfter auch im Alter von unter 60 Jahren berufsunfähig, das Risiko steigt also. Zum anderen erhält man seitens der gesetzlichen Absicherung in Form der Erwerbsunfähigkeitsrente nur einen Bruchteil vom zuvor erzielten Einkommen, sodass man sicherlich alleine mit der Erwerbsunfähigkeitsrente seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann demnach in nicht wenigen Fällen ein Grundstein der Existenzsicherung sein, falls der „Schadensfall“ Berufsunfähigkeit einmal eintreten sollte. Wichtig sind beim Abschluss einer solchen Versicherung zwei Dinge: Zunächst muss man darauf achten, dass die gewählte BUZ-Rente auch angemessen ist, denn immerhin sollte diese Rente von der Höhe her den Wegfall des Einkommens kompensieren können. Darüber hinaus ist unbedingt zu beachten, dass die Versicherungsgesellschaft im Rahmen der BUZ (Berufsunfähigkeitszusatzversicherung) auf das abstrakte Weisungsrecht verzichtet. Wird nämlich nicht aus dieses Recht verzichtet, dann wird aus der Berufsunfähigkeitsversicherung faktisch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.
Die Berufsunfähigkeit als Existenz gefährdendes Risiko
Zweifelsohne ist die Berufsunfähigkeit inzwischen mit das größte finanzielle Risiko, welches die Bürger zu tragen haben, sieht man einmal von einmaligen größeren Schäden wie zum Beispiel einem Haftpflichtschaden oder einem Wohnungsbrand ab. Eine Arbeit und damit ein Einkommen zu haben ist für die meisten Menschen heute die Grundlage der finanziellen Existenzsicherung. Eine Berufsunfähigkeit würde demnach dazu führen, dass diese Existenzgrundlage verloren geht und man ohne private Absicherung definitiv auf Sozialhilfe bzw. Hartz4 angewiesen ist, wenn keine sonstigen Vermögenswerte vorhanden sind. Nun gibt es sicherlich immernoch viele Personen die meinen, dass man mit etwas Vorsicht und einem einigermaßen gesunden Lebensstil das Risiko der Berufsunfähigkeit minimieren könnte. Tatsächlich gibt es jedoch genügend Risiken, die man auch mit noch so großer Vorsicht einfach nicht vermeiden kann. Dazu zählen beispielsweise mögliche Verkehrsunfälle, Unfälle im privaten Bereich oder auch schwere Krankheiten wie Krebs oder Ähnliches, die letztendlich allesamt zur Berufsunfähigkeit führen können. Auch der steigendes Stress im Beruf und die Dauerbelastung führen vermehrt zu einer Berufsunfähigkeit. Schon lange sind nicht mehr nur schwer körperlich arbeitende Personen von der Berufsunfähigkeit betroffen, sonder immer mehr mit körperlich „leichten“ Jobs wie der Bürotätigkeit erleiden ebenfalls eine Berufsunfähigkeit. Wirklich schützen, in finanzieller Hinsicht, kann man sich ausschließlich mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung.
Berufsunfähig sein als neue Volkskrankheit
Schaut man sich die aktuellen Zahlen und Statistiken bezüglich einer möglichen Berufsunfähigkeit an, kann man sich mitunter regelrecht erschrecken. Sowohl die absoluten Zahlen an Bürgern, welche eine Berufsunfähigkeit erleiden wird immer größer, als auch das Alter der Betroffenen, die im Grunde immer früher bereits unter der Berufsunfähigkeit leiden. Stand 2010 ist es zum Beispiel so, dass ein heute 20-jähriger Mann mit einer Wahrscheinlichkeit von über 40 Prozent (!) bis zum Rentenalter mit 65 Jahren zuvor berufsunfähig werden wird. Das bedeutet also, fast jeder Zweite in Deutschland wird vor dem Erreichen des Rentenalters zuvor bereits von Berufsunfähigkeit betroffen sein. Ein solch hohes Risiko findet man als Verbraucher im Grunde in keinem anderen Versicherungsbereich vor, sodass eine Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar geworden ist. Weder ein Haftpflichtschaden tritt mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent ein, noch besteht für einen Wohnungsbrand oder die Zerstörung eines Gebäudes ein solch hohes Risiko. Diese hohe Zahl von Berufsunfähigkeiten führt natürlich auch dazu, dass diese Versicherungen immer teurer werden. Zudem können sich inzwischen bei weitem gar nicht mehr alle Personen gegen Berufsunfähigkeit absichern die es gerne möchten, denn auch die Aufnahmekriterien der Versicherer werden immer strenger. Aufgrund der genannten Zahlen und Fakten kann das berufsunfähig sein also durchaus etwas abgeleitet als neue Volkskrankheit bezeichnet werden.